Schneller Weg BA 1 und BA 2a

Straßenneubau mit Geh- und Radweg, zwei Knotenpunkten und umfassender Spartenneuordnung

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Auf einen Blick

Bauoberleitung und Bauüberwachung der Verkehrsanlagen in zwei aufeinanderfolgenden Bauabschnitten, im Bereich von Bodendenkmälern, über schwierigem Baugrund und unter laufendem Verkehr.

4,0Mio. €Baukosten BA 1 mit 2,2 und BA 2a mit 1,8
825mStreckenlänge, Bau-km 0+848 bis 1+673
3Bodendenkmäler im Baufeld, darunter eine Römerstraße
10/2024VOB-Abnahme Bauabschnitt 1
Lph 8Bauoberleitung und örtliche Bauüberwachung
seit 2023Leistungszeitraum

Projektsteckbrief

BauherrStadt Ingolstadt, Tiefbauamt
AuftraggeberObermeyer Infrastruktur GmbH & Co. KG, Vogt ProjektControl als Nachunternehmer
BauausführungARGE Schneller Weg, STRABAG und Wadle
LeistungenLeistungsphase 8, Bauoberleitung, örtliche Bauüberwachung der Verkehrsanlagen, Nachtrags- und Rechnungsprüfung
ZeitraumJuli 2023 bis 2026

Ostumgehung Etting, Bauabschnitte 1 und 2a

Neue Trasse zwischen Oskar-von-Miller-Straße und Theodor-Heuss-Straße

Projektbeschreibung

Die Ostumgehung Etting am Schnellen Weg entlastet die Ortsdurchfahrten von Gaimersheim und Etting. Die neue Trasse führt von der Oskar-von-Miller-Straße entlang des Schnellen Wegs bis zur Theodor-Heuss-Straße, der Bahnübergang der Strecke 5386 wird durch eine höhenfreie Querung ersetzt.

Bauabschnitt 1 reicht von Bau-km 0+848 bis 1+283, der Knoten Roderstraße wurde dort im Endzustand hergestellt. Unter dem Schnellen Weg verläuft eine gut erhaltene Römerstraße, im Baufeld liegen drei Bodendenkmäler, darunter eine vorgeschichtliche Siedlung mit Feuchtbodenerhaltung.

Bauabschnitt 2a schließt bis kurz vor die Theodor-Heuss-Straße an, stellt die Roderstraße endgültig her und bindet die Siemensstraße über einen neuen Knotenpunkt an. Die Ingenieurbauwerke überwachte ein anderes Büro.

Umfang der Maßnahme

  • Straßenneubau mit Geh- und Radweg
  • Archäologische Begleitung des Oberbodenabtrags auf rund 1,5 ha
  • Erdbau mit Überlastschüttung und geotechnischer Setzungsüberwachung
  • Bodenverbesserung und Bodenaustausch
  • Sicherung, Verlegung und Wiederherstellung aller Sparten
  • Kanal- und Entwässerungsanlagen
  • Leerrohre für Lichtsignalanlagen und Beleuchtung
  • Markierung, Beschilderung, Umleitungen und Amphibienleitsystem

Besonderheiten

Fernleitung TAL

Straßenbau über der Mineralölfernleitung DN 660 mit Schutzbauwerk

Weicher Baugrund

Dammschüttungen mit Überlastschüttung und geotechnischer Baubegleitung

Bauen unter Verkehr

Knoten Roderstraße und Siemensstraße mit Sperrungen und verkehrsrechtlichen Anordnungen

Bodendenkmalpflege

Bauablauf um Sondierungen, Grabungen und die Überdeckung von Fundstellen koordiniert, in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege

Bilder von der Baustelle

Aufnahmen aus dem Bauablauf

Bauoberleitung und örtliche Bauüberwachung der Verkehrsanlagen

Seit 2023 im Auftrag der Obermeyer Infrastruktur für die Stadt Ingolstadt

Leistungsphase 8, Bauoberleitung

Steuerung der Bauausführung, Termin- und Kostenkontrolle, wöchentliche Baubesprechungen mit Stadt, ARGE und Fachbeteiligten.

Örtliche Bauüberwachung

Erd-, Straßen-, Kanal- und Spartenbau: Qualitätskontrolle, Aufmaß, Asphalt- und Verdichtungsnachweise.

Nachträge und Abrechnung

VOB-technische Prüfung der Nachträge und Abschlagsrechnungen der ARGE.

Abnahme und Mängel

Vorbereitung und Durchführung der VOB-Abnahme für Bauabschnitt 1, Mängelverfolgung und Dokumentation.

Denkmalschutz

Einbindung von archäologischer Sondierung, Grabung und Überdeckung der Fundstellen in den Bauablauf, abgestimmt mit dem Landesamt für Denkmalpflege, der Fachfirma und der ARGE.

Koordination

Schnittstellen zu Ingenieurbau, Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination, Kampfmittelsondierung, geotechnischer Baubegleitung und Spartenträgern.

Kenndaten

Streckerund 825 m, BA 1 von 0+848 bis 1+283, BA 2a von 1+285 bis 1+673
Baukosten4,0 Mio. €, davon BA 1 mit 2,2 und BA 2a mit 1,8
BauausführungARGE Schneller Weg, STRABAG und Wadle
VertragNachunternehmer der Obermeyer Infrastruktur, Honorarzone III
AbnahmeVOB-Abnahme Bauabschnitt 1 am 10.10.2024
Denkmalschutz3 Bodendenkmäler und eine Vermutung, Römerstraße D-1-7234-0835, Fachaufsicht Landesamt für Denkmalpflege
Besprechungenwöchentlicher Bau-Jour-fixe, über 100 Protokolle

Projektablauf

Die Stationen des Vorhabens

Leistungszeitraum seit Juli 2023
  1. Beginn der Bauoberleitung und Bauüberwachung, Baubeginn BA 1
  2. Archäologische Grabung, Beginn BA 2a
  3. VOB-Abnahme und Freigabe BA 1
  4. Kabel- und Spartenbau Siemensstraße
  5. Inbetriebnahme der Lichtsignalanlage Roder- und Siemensstraße

Referenzblatt

Titelseite des Referenzblatts Schneller Weg BA 1 und BA 2a

Alle Angaben dieser Seite kompakt auf drei Seiten, zum Weitergeben und Ausdrucken.

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Weitere Projekte der Vogt Gruppe stehen in der Übersicht Projekt-Referenzen. Fragen zu diesem Projekt beantwortet Andreas Vogt unter info@vogt-gruppe.eu und +49 9868 9349000.

Straßenbau über Bodendenkmälern: Hintergrund zum Schnellen Weg

Antworten auf die Fragen, die bei Straßenneubauten im Bestand immer wieder kommen

Der Schnelle Weg ist die Ostumgehung von Etting in Ingolstadt. Die Bauabschnitte 1 und 2a umfassen rund 825 Meter Straßenneubau mit Geh- und Radweg, zwei Knotenpunkten und der Neuordnung sämtlicher Sparten. Vogt ProjektControl führt seit Juli 2023 die Bauoberleitung und die örtliche Bauüberwachung der Verkehrsanlagen, als Nachunternehmer der Obermeyer Infrastruktur für die Stadt Ingolstadt.

Wie baut man über einem Bodendenkmal?

Im Baufeld liegen drei Bodendenkmäler, darunter eine gut erhaltene Römerstraße und eine vorgeschichtliche Siedlung mit Feuchtbodenerhaltung. Der Oberboden wird deshalb archäologisch begleitet abgetragen, Fundstellen werden sondiert, dokumentiert und anschließend überdeckt. Der Bauablauf richtet sich nach diesen Schritten, abgestimmt mit dem Landesamt für Denkmalpflege und der Grabungsfirma.

Was bedeutet weicher Baugrund für den Terminplan?

Setzungsempfindlicher Untergrund braucht Zeit. Hier wurden Dämme mit Überlastschüttung aufgebaut, dazu kamen Bodenverbesserung und Bodenaustausch. Eine geotechnische Baubegleitung überwacht die Setzungen. Erst wenn die Verformungen abgeklungen sind, darf der Oberbau folgen, deshalb steht diese Wartezeit fest im Ablaufplan.

Warum ist die Spartenneuordnung so aufwendig?

Unter der Trasse liegen Leitungen für Wasser, Strom, Telekommunikation und Entwässerung, dazu die Mineralölfernleitung TAL mit DN 660, über der ein Schutzbauwerk hergestellt wurde. Jeder Träger hat eigene Vorgaben und eigene Termine, deshalb entscheidet die Reihenfolge der Verlegungen über den gesamten Bauablauf.

Wie geht es am Schnellen Weg weiter?

Nach der VOB-Abnahme von Bauabschnitt 1 im Oktober 2024 folgen die Anbindung der Siemensstraße und die Inbetriebnahme der Lichtsignalanlagen. Die weiteren Abschnitte sind ebenfalls dokumentiert: Bauabschnitt 2b und Bauabschnitt 3. Weitere Vorhaben stehen in der Übersicht Projekt-Referenzen.